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Hallo liebe Leser,

und herzlich Willkommen auf dem Kalte Spuren-Blog! Ich bin Björn und werde so etwas wie euer Reiseführer durch das Abenteuer sein, in das wir schon bald gemeinsam aufbrechen. Mehr oder weniger zeitnah, jedenfalls. Hoffentlich. Wird schon schiefgehen 😉

Ein Abenteuer ist es deshalb, weil noch niemand bisher genau das versucht hat, was wir (das Kalte Spuren-Team) vorhaben, nämlich einen kollaborativen Fortsetzungsroman sozusagen „live“ per App zu veröffentlichen, in täglichen kleinen Kapiteln.

„Warum überhaupt?“ wird jetzt der ein oder andere unweigerlich fragen. Nun, so wie ich das mitkriege, fällt es im Zeitalter der ununterbrochenen mobilen Vernetzung vielen Leuten immer schwerer, Zeit und Muße zum Lesen zu finden. Wenn kleine Texte auf dem Smartphone ständig Aufmerksamkeit einfordern, wird ein langer Text zur Geduldsprobe, die zu bestehen auch beste Absichten wenig helfen.

Die Lösung des Problems ist eigentlich offensichtlich: die Literatur muss selbst in kleinen Häppchen „on the go“ genießbar sein, am besten per App in Form eines Fortsetzungsromans. Dessen beste Zeit liegt lange zurück (Charles Dickens, Victor Hugo), ihm könnte jetzt aber ein unverhofftes Comeback gelingen. Dazu braucht es nur ein technisches Mittel, um einen Roman in verdaulich kleinen Kapiteln, packend erzählt und am Puls der Zeit, täglich aktuell zu veröffentlichen. Diese Lösung bietet „Kalte Spuren“, ein Kriminalroman per eigener App direkt aufs Handy.

Um die tägliche Veröffentlichung sicherzustellen, werden fünf Autoren an jeweils einem Werktag ein Kapitel veröffentlichen, das die Gesamtgeschichte aus der Sicht ihres jeweils selbst entwickelten Charakters weitererzählt, so dass jeder Autor pro Woche ein Kapitel zur kollaborativen Geschichte beiträgt. Um die übliche Romanlänge mit den kurzen Kapiteln zu erreichen (und dabei eine zu modernen Fernsehserien vergleichbare Laufzeit), werden etwa neunzig Kapitel von circa fünf Minuten Lesezeit veröffentlicht und somit ein Zeitraum von circa vier Monaten abgedeckt. Nach momentanem Plan, von Ende Juli bis Ende November.

Meistens gibt es ja einen guten Grund, warum etwas noch von niemandem gemacht wurde. Zum Beispiel, dass es wahnsinnig anstrengend und aufwändig und einschüchternd und nervenzerfetzend stressig ist. Oder weil man davon ausgeht, dass es sowieso niemanden interessiert. Insofern ist dieses Projekt auch eine Art künstlerisches Experiment, um herauszufinden, ob das Konzept überhaupt funktioniert und gut ankommt. Als Autor freue ich mich auf die Herausforderung, etwas ganz Neues auszuprobieren, mich einfach direkt mal ins Abenteuer zu stürzen und dann zu gucken, was am Ende dabei herauskommt.

Und euch, liebe Leser, nehme ich gerne mit. Also schnallt euch an, lehnt euch zurück und genießt die Reise, mit gewissen Turbulenzen dürfte zu rechnen sein. Viel Spaß!

Björn Coen,
Produzent und Autor

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